Zeit der Vorbereitung

Freitag, 09.05.2014

Dass die Reise nun stattfinden kann, hatte ich ja schon geschrieben.

Die Gruppe hat die Mindestteilnehmerzahl geschafft. Bei unserem Kennenlerntreffen Mitte März in Zittau waren wir dann sogar insgesamt 10 Leute, 2 sind zusätzlich noch dazu gekommen, so dass wir jetzt als 12er Gruppe in den Kaukasus fahren.

Es ist schon recht ungewöhnlich, dass sich diesmal so viele für diese Tour angemeldet haben. Letztes Jahr konnte die Tour gar nicht stattfinden, da nichtmal 4 Teilnehmer zusammengekommen sind. Wir sind gespannt wie es wird und freuen uns jedenfalls, dass es bald losgehen kann.

Beim  Kennenlern Treff in Zittau mit dabei waren auch unser Bergführer und Reiseveranstalter Alexios und seine Partnerin Iris. Wir hatten so die gute Gelegenheit, uns in den ca. 1,5 Tagen bei einer kleinen Wanderung durchs Zittauer Gebirge und einem gemütlichen Abend im Hotel besser kennenzulernen und noch viele offene Fragen zu klären.

Jetzt verbringen wir die Zeit bis zur Abreise mit den letzten Vorbereitungen. Kleinigkeiten müssen noch besorgt werden und natürlich heisst es, weiter fit zu bleiben und regelmäßig zu trainieren.

So haben wir z.B. als Berliner mal eben einen kleinen Wochenendausflug ins Riesengebirge gemacht und sind von Spindlermühle aus auf die Schneekoppe gewandert (wenn man das so nennen kann mit 15 kg Gepäck auf dem Buckel). Nach 8,5 Stunden kamen wir dann ziemlich erschöpft am Zeltplatz an. Aber die Tour war eine gute Gelegenheit mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es sich mit schwerem Rucksack läuft und die neuen Bergschuhe mussten ja auch eingelaufen werden.

Die weitere Vorbereitung wird so aussehen, dass wir Ende Mai zum Gardasee nach Arco fahren und dort wandern und klettern gehen. Zwischen diesen Berg/Wandertouren ist natürlich regelmäßiges Lauftraining und der ein oder andere Besuch in der Muckibude Pflicht.

Danach ist es dann ja auch nicht mehr weit bis zum Abflug. Am 18.7.2014 geht der Flieger über  Moskau nach Mineralnyje Wody. Von dort geht es dann mit dem Bus bis nach Pjatigorsk, unserem Ausgangspunkt für die Fahrt in den Kaukasus. Das Visum ist jedenfalls schon besorgt. Jetzt hoffen wir, dass sich die politischen Unruhen in der Ost-Ukraine nicht weiter verschärfen und dadurch unsere Reise gefährdet wird. Es wäre nicht das erste Mals, dass die Elbrus Region wegen zu hoher Kriegs- und Terrorgefahr für Touristen gesperrt wird.

Drücken wir mal die Daumen.

 

 

Jetzt gibt es kein zurück mehr!

Mittwoch, 29.01.2014

Die Suche nach Reisepartnern und somit die Frage, ob die Reise überhaupt zustande kommt, hat ein Ende.

Wir haben die Mindestteilnehmerzahl von 4 sogar weit übertroffen. Mt aktuellem Stand sind wir jetzt 7 Leute. Es hatte sich rumgesprochen, was wir vorhaben. Auch innerhalb unserer Familie Lächelnd. Daraufhin haben der Onkel meines Partners Rolf und seine "Frau" Andrea sowie ein Freund der Beiden sozusagen "Blut geleckt" und Anfang Januar stand dann fest: die Drei kommen auch mit. Sie sind den Bergen, dem Reisen und die Welt entdecken auch sehr verbunden und kommen aus dem Zittauer Gebirge.

Die Runde komplettiert eine Ehepaar aus Quedlinburg, welches wir noch nicht näher kennen.

Dieses wird sich aber vor Reisebginn noch ändern, denn bevor es los geht, steht noch ein Kennenlerntreffen (März/April) an. Dort haben wir dann noch ausgiebig Zeit zum Beschnuppern und zur Detailplanung.

Wir freuen uns jedenfalls riesig, dass die Tour starten kann. Das heisst natürlich auch, dass es jetzt kein zurück mehr gibt und dass ab jetzt intensiv "trainiert" werden muss. Ohne gute Kondition werden wir sonst wahrscheinlich ganz schön alt am höchsten Berg Europas aussehen. Da wir als Flachlandtiroler die Berge ja nicht unbedingt vor der Haustür haben, wird das ein nicht unspannender Teil der Vorbereitung werden.

Auf dem Plan stehen regelmäßiges Laufen, ein bis zwei Teilnahmen an einem Halbmarathon (Berlin und wahrscheinlich Potsdam), gehen/wandern mit schwerem Gepäck (wir müssen bei der Tour so ca. 20-25kg) tragen und auch Höhentraining werden wir evtl. machen. Hinzu kommt, wenn es zeitlich und vom Wetter her passt, ein Wintercamping um den "Ernstfall" zu proben (sprich Übernachtung im Zelt bei eisigen Temperaturen). Auch die ein oder andere Bergtour (wir denken da z.B. an die Zugspitze) ist geplant.

 

 

 

Die Begleitumstände

Montag, 25.11.2013

Wir können die Tour nicht komplett allein organisieren und durchführen, da uns wichtige Erfahrungen und Kenntnisse zu den Gegebenheiten vor Ort fehlen.

Daher werden wir die Reise zusammen mit Alexios Passalidis von Elbrus Reisen durchführen. Man nennt ihn auch "Mr. Elbrus". Er ist im Kaukasus geboren und aufgewachsen. Genauer gesagt in dem Ort Pjatigorsk, welcher ca. 90km vom Elbrus entfernt ist und von wo aus die Tour starten soll. Er war bereits unzählige Male auf dem Elbrus, sowohl von Norden, als auch von Süden und kennt sich in der Gegend bestens aus.

Diese spezielle Tour wird jedoch nur bei einer Mindesteilnehmer Zahl von 4 angeboten. Somit hoffen wir, dass sich noch 2 weitere Abenteurer finden, die auch Interesse an der Reise haben. Da die Zahl der Bergsteiger in Berlin nicht allzu groß ist, haben wir mittlerweile ein entsprechendes Reisepartnergesuch in einem Forum eines bekannten Ausrüsters geschalten. Mal sehen, ob es was bringt.

 

Das Ziel

Mittwoch, 20.11.2013

Dies ist der erste Eintrag in unserem Reise-Blog. In Zukunft werden wir hier über unsere Erlebnisse im Ausland berichten.

Worum geht es uns?

Wir sind 2 Berliner Bergsteiger. Mein Partner Axel (im Leben und am Berg) und ich wollen im Juli 2014 den Elbrus besteigen.

Dabei wählen wir mit Absicht den Aufstieg über die Nordroute, um diesen zu einem Erlebnis "by fair means" werden zu lassen. Der Aufstieg von Süden her wird nämlich zu einem erheblichen Teil mittels Seilbahn "entschärft". Hinzu kommt, dass von der Südseite her mit recht viel Betrieb gerechnet werden muss, da viele Alpinisten die leichtere Aufstiegsmöglichkeit nutzen, um den Gipfel, welcher als einer der seven summits gilt, so schnell wie möglich zu erreichen. Doch darum geht es uns nicht. Für uns steht das (Berg) Erlebnis im Vordergrund. Unsere Tour wird im Expeditionsstil durchgeführt, d.h., wir werden unsere gesamte Ausrüstung (Zelt, Kocher, Nahrung, Hochtourenausrüstung) selber tragen. Um uns für den eigentlichen Gipfelgang bestens zu akklimatisieren, werden wir vorher noch ein paar Tage über 2 Pässe bis ins Basislager an der Nordseite des Elbrus trekken und uns dann an die Vorbereitung des Gipfelauftieges machen. Geplant ist die Besteigung des Westgipfels (eigentlicher Hauptgipfel des Elbrus).

Wir sind gespannt, ob alles so klappt, wie wir es uns vorstellen.